Sauce Bolognese | Sommer-Variante

Ganz egal, ob mit Spaghetti, Penne, Tagliatelle, Fusilli oder gar Ravioli. Eine Sauce Bolognese geht immer – die versetzt nicht selten schon große Gourmets in die Kindheit zurück. Das Schöne an Bolognese ist, dass sie je nach Jahreszeit anders schmeckt. In dieser Sommer-Variante kann ich auf sonnengereifte Tomaten aus dem eigenen Garten zurückgreifen. Jede Stunde in der die heiße Sommer-Sonne auf die Früchte scheint, führt zu noch mehr Aromen – und das schmeckt man!

Sauce Bolognese mit Zoodles
Sauce Bolognese Sommer-Variante mit Zoodles

Dieser Sommer – eigentlich aber dieses ganze Jahr 2020 – war oder ist schon etwas ungewöhnlich. Auch, was meine Tomaten-Ernte betrifft. Die Pflanzen hab ich seit Anfang März auf der Fensterbank mit sehr viel Hingabe und Pflege aus Bio-Samen gezogen mit der Hoffnung, viele kleine, große, rote, gelbe Tomaten zu ernten.

Gartentipp Damit die Tomantenpflanzen nicht gar so wuchern, unbedingt, vor allem wenn sie noch jung sind, “ausgeizen“. Damit steckt die Pflanze ihre Energie in die Frucht- und nicht die Blattbildung.

Tipps & Tricks aus dem Rezeptheftl

Die Pflanzen selbst – ab Mai nach den Eisheiligen im Gemüsebeet unter freiem Himmel zu finden – wucherten relativ rasch unaufhaltsam. Und die ersten grünen (riesigen) Ochsenherztomaten ließen nicht lange auf sich warten. Dann aber aber wohl auf die ersten Rötungen. Gegen Ende Juli hatte ich die Hoffnung schon fast aufgegeben, aber Mitte August war es dann so weit und ich konnte mich vor lauter Paradeiser – wie wir hier in Österreich ja eigentlich sagen – nicht mehr retten.

Tomaten-Ernte im Sommer 2020

Und was tut man mit so vielen Tomaten? Richtig: zu allererst eine frische Sauce Bolognese kochen. Und weil im Garten auch noch ein paar Zucchini reif für die Ernte waren, wurde keine Pasta in den Kochtopf geworfen, sondern frische Zucchini aus dem Garten zu Zoodles gedreht.


Zutaten

Für 4 Portionen
1 Bund Suppengemüse (Karotten, gelbe Rübe, Sellerie, Lauch, Pastinake)
1 mittelgroße weiße Zwiebel
350g Bio Rinderfaschiertes
3 EL Tomatenmark
1-2 große Ochsenherztomaten
1 Packung passierte Tomaten (200 – 300g)
1 EL gehackte Petersilie
2 EL gehackte frische mediterrane Kräuter (was der Garten hergibt: Oregano, Majoran, Basilikum…)
Olivenöl
Salz, Pfeffer
deine Lieblingsnudeln oder Zoodles (zu Spaghetti gedrehte Zucchini)


Zubereitung

1 || Zuerst wird geschnippelt. Je gleichmäßiger und kleiner das Suppengemüse – nach einer Runde schälen mit dem Sparschäler, wenn notwendig – in Würfel geschnitten wird, desto mehr freut sich das Auge dann später, wenn alles am Teller landet. Gleiches gilt auch für die Zwiebel und den Knoblauch, auch die werden fein gewürfelt.
2 || Die Zwiebel samt Knoblauch dann entweder mit Pflanzenöl, oder in Butter In einer Pfanne, die groß genug ist, rösten. Der Pfanneninhalt darf dabei schon etwas Farbe annehmen, denn Röstaromen schaden bekanntlich nie.
3 || Anschließend das Rinderfaschierte mit in die Pfanne und gut anbraten. Ich persönlich mag es nach ein bisschen knuspriger. Daher bleibt es etwas länger in der Pfanne, bis die ausgetretene Flüssigkeit aus dem Fleisch verkocht ist.
4 || Jetzt das klein gewürfelte Suppengemüse dazugeben und alles ein paar Minuten bei mittlerer bis starker Hitze rösten. 
5 || Jetzt noch das Tomatenmark einrühren und auch mitrissen. Aber bitte Vorsicht: nicht anbrennen lassen, sonst wird es bitter. 
6 || Dann die Ochsenherztomaten (auch gewürfelt) unterrühren und das ganze mit den passierten Tomaten aufgießen. Die Packung der passierten Tomaten mit Wasser ausspülen und dieses Wasser auch in die Pfanne gießen. 
7 || Und jetzt heißt es, geduldig sein. Je länger die Sauce gemütlich vor sich hinköchelt, desto geschmackvoller wird sie. Jedenfalls aber so lange, bis das Gemüse fertig gegart und weich ist. 
8 || In der Zwischenzeit entweder die Pasta al dente kochen, oder die Zoodles drehen und in einer zweiten Pfanne in Butter und bei mittlerer Hitze anschwitzen, damit sie weicher werden und nicht roh auf den Teller kommen.
9 || Hat die Sauce lange genug geköchelt, dann die fein gehackten Kräuter unterrühren und mit Salz, Pfeffer und weiteren Gewürzen – je nachdem was die Gewürzlade derzeit hergibt – abschmecken.

Rezept-Variante Natürlich kann die Bolognese auch ohne Faschiertes gekocht werden. Dazu die Gemüse-Menge erhöhen und alles gut einkochen lassen.

TIPPS & TRICKS AUS DEM REZEPTHEFTL
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