Apfel-Rotkraut

Mein Vorhaben „Rotkraut aus dem eigenen Garten“ funktioniert nun schon seit 3 Jahren. Doch heuer ist es etwas Besonderes. Denn das diesjährige Abenteuer hat mit ein paar Samen, ein bisschen Erde, einem Anzuchtkasten am Fensterbrett und sehr viel Zeit zuhause – dank Corona – begonnen. Durch die viele gewonnene Zeit nach getanem Homeoffice, hat dazu geführt, dass ich etwa 20 Gemüsesorten selbst ziehen wollte – zum ersten Mal wohlgemerkt. Rotkraut (Rotkohl oder Blaukraut in an deren Gebieten der Welt) war eine davon. Es hat gut begonnen, lief dann aber nicht so reibungslos, wie gedacht…

Meine Lehre: ich habe zu früh begonnen die Samen im Haus anzusetzen. März ist definitiv zu früh. Rotkraut keimt relativ schnell und gut, aber es fehlt die Tiefe im Anzuchtkasten, damit sich gleich zu Beginn ein starkes Pflänzchen bilden kann. Meine Keimlinge wurden eher lang und dünn. Dann kam der April, mit ihm aber immer noch keine Eisheiligen. Schließlich wurde es dann doch noch Mai. Tja und dann? dann hab ich die Hälfte meiner Pflänzchen beim Versuch sie einzupflanzen leider abgebrochen. Mir blieben etwa 4 Pflanzen übrig. Die haben es ins Gemüsebeet geschafft und auch bis zum Schluss durchgehalten. Für die restlichen verplanten Rotkraut-Plätze habe direkt im Freiland ausgesät – und auch das hat super funktioniert.

Rotkraut aus dem Garten
Rotkraut aus dem Garten

Garten-Tipp Als Mischkultur angelegt fühlt sich Rotkohl (zumindest bei mir im Gemüsebeet) sehr wohl neben Tomaten, Knollensellerie, Weißkraut/Spitzkraut und Tagetes.

TIPPS & TRICKS AUS DEM REZEPTHEFTL

Wenn das Kraut, dann einen festen Kopf gebildet hat, der in etwa einen Durchmesser von 20 bis 25 cm hat, wird er geerntet. Den ersten Krautkopf konnte ich bereits Ende August ernsten – mit stolzen 2 Kilo. Das freut das junge Gärtnerinnen-Herz natürlich. Und was wird daraus? Apfel-Rotkraut für den Tiefkühler. Denn wenn dann der November kommt und mit ihm die Enten, Wild, und Gansl-Zeit freu ich mich darüber das fertig gegarte Kraut nur mehr auftauen zu müssen. Und hier kommt nun mein persönliches Rezept dafür:

Selbstgemachtes Apfel-Rotkraut
Selbstgemachtes Apfel-Rotkraut

Zutaten

Für rund 1 bis 1,5 kg Rotkraut
1 Kopf Rotkraut (etwa 1kg)
300ml Rotwein trocken
50ml Apfelessig oder Rotweinessig
300g Apfelmus
3-4 Zimtstangen
1 TL Pfefferkörner schwarz
3 Lorbeerblätter
6 Gewürznelken
6 Wacholderbeeren
8 Neugewürzkörner/Pimentkörner
3-4 EL Waldhonig
2 mittlere bis große Zwiebel
2 mittlere bis große süßliche Äpfel
2 EL Butterschmalz
Salz, Pfeffer


Zubereitung

1 || Das Rotkraut vom dicken Strunk  und auch den äußersten Blättern entfernen. Halbieren und dann – am besten mit einer entsprechenden Küchenmaschine – in feine Streifen schneiden bzw. hechseln. Je feiner die Streifen, desto weicher wird das Rotkraut nachher. 
2 || In einer Schüssel, die groß genug ist das geschnittene Rotkraut mit dem Rotwein, Apfelessig, dem Honig und Apfelmus gründlich vermengen. 
3 || Die Gewürze aufteilen und am besten in 2 getrennte Teefiltern füllen. Mit Küchengarn verschließen und im Rotkraut verstecken. Ich nehme 2 Teefilter, damit in der großen Schüssel an zwei Stellen die Gewürze ziehen können. 
4 || Die Schüssel gut zudecken und für rund 24 Stunden kühl stellen und ziehen lassen. Auch hier gilt: je länger das Kraut zieht, desto intensiver dann der Geschmack.
5 || Am nächsten Tag die Zwiebel fein hacken und in einem großen Topf (zu dem es einen Deckel gibt) in Butterschmalz bei mittlerer Hitze langsam goldig braten. Damit karamellisieren die Zwiebel und das gibt dem Kraut noch eine besondere Note. 
6 || Nun die Gewürze aus dem Kraut nehmen und einen Teil des Rotweins aus der Schüssel zum Ablöschen der Zwiebel verwenden. Anschließend das Kraut in den Topf geben. 
7 || Nun den Apfel schälen und in kleine Stücke schneiden. Dem Rotkraut beimengen und alles für rund 1 ½ Stunden bei niedriger Hitze köcheln lassen. Immer wieder umrühren nicht vergessen, damit auch nichts anbrennt!
8 || Das Rotkraut kosten. Ist es weich genug – nicht mehr bissfest, sondern wirklich weich, dann ist es fertig. Wenn nicht, dann ruhig weiterkönnen lassen. 
9 || Ist alles weich gegart, kann das Kraut gleich verspeist, weiterverwendet oder in Portionen eingefroren werden. 

Rezept-Variante Ergänzt kann das Rotkraut auch noch um gegarte Maroni.

TIPPS & TRICKS AUS DEM REZEPTHEFTL
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